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Der Gropp
Der
Gropp gehört zur Familie der Knochenfische und ist auf der nördlichen
Halbkugel in rund 300 verschiedenen Arten bekannt, die meisten davon
sind typische Meeresbewohner. Die verbreitetste Süsswasserart, die
Groppe (auch Koppe, Dolm, Cottus gobio) wird bis etwa 15 cm lang. Es
sind oberseits grau bis bräunliche Fische mit dunkler Marmorierung.
Nachdem der Gropp (oder eben die Groppe) im Bodensee jahrzehntelang als
Folge der Gewässerverschmutzung als ausgestorben galt, ist der kleine
Raubfisch heute wieder vereinzelt im See zu finden. Seine frühere
Population wird er aber kaum jemals wieder erreichen. Das Gleiche gilt
für seine kulinarische Bedeutung. Der kleine Fisch, dessen Fleisch von
Knochen und Gräten durchsetzt ist, entspricht nicht mehr den Ansprüchen
der heutigen Fischliebhaber.
Das war vor 100 Jahren noch ganz anders. So schrieb Autor
Franz
Wichmann über die Groppenfasnacht im Jahre 1896: „Das grosse Schleppnetz
der Ermatinger liefert oft auf einen Zug ein Beute von 20'000 Stück
dieser schmackhaften Seebewohner, die lebend bis zu ihrem Ehrentag
aufgespart werden, um dann, mit Salz bestreut und in Pfannen gebraten,
als seltene Delikatesse verspeist zu werden. Dass dies Fischervolk an
den Groppenfang seine Frühlingsfeier knüpfte, ist durchaus natürlich. Da
der wenig tiefe Untersee fast jeden Winter zufriert und dadurch den
Fischfang auf das geringste Mass beschränkt, begrüssen die Fischer mit
dem Fang der Groppen heute den Wiedereinzug des Lenzes, der ihre
eigentliche Erwerbsquelle aufs Neue erschliesst."
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